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Unterwegs im GrünGürtel rund um Frankfurt am Main

Blick vom Lohrberg auf die Frankfurter Skyline Blick vom Lohrberg auf die Frankfurter Skyline Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main

Den GrünGürtel an der frischen Luft zu erkunden, macht im Herbst besonders Spaß. Vom Lohrberg aus überwältigt den Spaziergänger der Anblick der Frankfurter Skyline. Ganz in der Nähe befindet sich das MainÄppelHaus, eine Institution zum Schutz der Streuobstwiesen, wo man frischen Apfelwein genießen kann. Als weitere Highlights gelten die Objekte der Komischen Kunst, der Alte Flugplatz in Bonames, der Skatepark und die Klanginstallation im Ostend.

 

Im Jahr 1991 beschloss der Magistrat einstimmig den GrünGürtel als geschützten Freiraum zu pflegen und auszubauen. Er bedeckt knapp ein Drittel der Stadtfläche von Frankfurt am Main. Das sind etwa 80 Quadratkilometer, die zur Hälfte bewaldet sind. In den letzten 15 Jahren konnten viele sozial und ökologisch nachhaltige Projekte innerhalb des GrünGürtels umgesetzt werden.

Der etwa 185 Meter hohe Lohrberg oder kurz Lohr gilt als Hausberg von Frankfurt am Main und ist gleichzeitig der einzig verbliebene Weinberg innerhalb des Stadtgebietes. Lohrberg und Lohrpark sind Teil der aktuellen Frankfurter GrünGürtel-Planung und dienen der Stadt als wichtiges Kalt- und Frischluft-Entstehungsgebiet. Der Park ist daher wertvoller Baustein eines ökologischen Gesamtkonzepts zum Schutz der Natur und Erhalt der innerstädtischen Lebensqualität. Im Lohrpark können sich die Spazierenden in der Lohrberg-Schänke mit überwiegend regionaler und saisonaler Küche wieder stärken oder einen Frankfurter Apfelwein probieren. Das Lokal ist bereits seit den 1930er Jahren beliebtes Frankfurter Ausflugslokal.

Das MainÄppelHaus gilt als Frankfurts Informations- und Begegnungsstätte rund um das Thema Streuobst und Gartenbau. Die Verantwortlichen dieser Institution möchten den heimischen Lebensraum Streuobstwiese in seiner Vielfalt erhalten, gestalten und erlebbar machen sowie die Apfelkultur als wichtiges Element der regionalen Identität pflegen. Vor Ort können die verschiedensten Apfelbäume besichtigt werden und frisch gekelterter Apfelwein getrunken werden. In einem kleinen Hofladen gibt es auch Wein, Marmeladen und weitere Erzeugnisse zu erstehen. Das MainÄppelHaus hat das ganze Jahr hindurch geöffnet.

Die Apfelbäume der Streuobstwiesen, deren Erhaltung und Wachstum das MainÄppelHaus fördert, tragen jährlich die Frucht, die der Grundstein für das Nationalgetränk der Frankfurter ist. Der regionale Apfelwein wird meist aus verschiedenen Sorten gewonnen und schmeckt je nach Zusammenstellung der Maische ganz unterschiedlich. Mal ist der Apfelwein etwas süßer, mal etwas saurer, fruchtiger oder blumiger. Auch die Lage der Streuobstwiese und der Ausbau des Apfelweins im Keller beeinflussen den Geschmack des goldenen Tropfens, der in Frankfurt am Main in zahlreichen gastronomischen Betrieben auf der Karte zu finden ist. Es lohnt sich also, in unterschiedlichen Lokalen einzukehren, in denen bestenfalls frisch gekelterter Apfelwein ausgeschenkt wird und den geschmacklichen Facetten des Getränks nachzugehen.

Neben Streuobstwiesen finden Spaziergänger auch hier und da seltsame Objekte inmitten der Natur. Die Werke der Komischen Kunst gehen zurück auf die Künstler der „Frankfurter Neuen Schule“, die 1979 auch die Satirezeitschrift „Titanic“ hier gründeten und im GrünGürtel der Stadt zahlreiche Spuren wie GrünGürtel-Tiere, ein Ich-Denkmal, Karikaturen und Kunst an Bäumen hinterlassen haben. Seit Juni 2006 finden Ausflügler beispielsweise in den Schwanheimer Wiesen eine Kopfweide, die aussieht wie die berühmte Figur Struwwelpeter. Die Kreation, deren Augen im Dunkeln anfangen zu leuchten, geht auf eine Idee von F.K. Waechter zurück.

Im Bonames wartet ein besonderes Ausflugsziel auf große und kleine Besucherinnen und Besucher. Wo früher Militärhubschrauber starteten und landeten, entstand ein neues Landschaftsschutzgebiet, der Alte Flugplatz Bonames. Die großzügige Umgestaltung und Teilentsiegelung des Geländes machte das möglich. Der Zaun ist entfernt und das Gelände für Gäste über die neue Niddabrücke erschlossen. Die Betreiber des Tower Cafés bieten überwiegend regionale und saisonale Speisen an. Im Innenraum des Lokals tummeln sich in einem Süßwasser-Aquarium, das in Kooperation mit dem Frankfurter Umweltamt konzipiert wurde, viele Fischarten, die auch in der nahe gelegenen Nidda vorkommen. Freizeitaktivitäten wie Inline-Skaten auf den alten Landeflächen, Drachen steigen oder auf der Wiese picknicken sind seit den Umgestaltungen möglich. Außerdem lockt das  Weidenlabyrinth im Osten des Geländes abenteuerlustige Besucher.

Der Skatepark „Concete Jungle“ in Frankfurter Ostend wurde in Zusammenarbeit mit Skatern, BMXern und Inlinern geplant. Direkt am Mainufer und mit Blick auf das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) finden die Sportler nun beste Bedingungen, um ihrer Leidenschaft auf großzügigen 5.500 Quadratmetern nachzugehen. Hier laden Rampen und Bowls zu aufregenden Fahrerlebnissen ein. Der Skatepark ist ein Teilstück des Gesamtprojektes Hafenpark, welcher sich noch teilweise im Bau befindet.

Ganz in der Nähe des Skateparks im Ostend können Spaziergänger die Klanginstallation „Sonic Vista“ (übersetzt soviel wie „klingende Aussicht“) mitten auf der Deutschherrnbrücke erleben. Im Oktober 2011 feierte das Kunstwerk der international bekannten Komponisten und Klangkünstler Sam Auinger und Bruce Odland im öffentlichen Raum seine Einweihung. Zwei Resonanzröhren an den Seiten der Brücke verwandeln die Geräusche und den Lärm der Stadt in wohlklingende Obertöne, die von den Lautsprechern in den Klangkugeln auf den Fußweg in der Mitte der Brücke übertragen werden. Es sind immer die Geräusche aus der Umgebung, die zeitgleich von der Installation in Töne verwandelt werden. Das Werk soll dazu beitragen, die akustische Wahrnehmung der Stadtbewohnerinnen und -bewohner zu schärfen.

Spaziergänger im Frankfurter GrünGürtel erfahren Wissenswertes über den Apfel, erfreuen sich an Kultur oder können sich hier sportlich betätigen und die letzten Sonnenstrahlen nach Lust und Laune an der frischen Luft genießen.

Quelle: Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main

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