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Mikrowellenablation eines Schilddrüsenkarzinoms

Auf dem Ultraschallbild ist zu erkennen, dass der Tumor stark durchblutet ist. Auf dem Ultraschallbild ist zu erkennen, dass der Tumor stark durchblutet ist. Universitätsklinikum Frankfurt

In der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Frankfurt wurde weltweit erstmalig eine Patientin mit einem inoperablem Schilddrüsenkarzinom mittels Mikrowellenablation behandelt.

 

Jährlich werden in Deutschland etwa 5.000 Menschen mit einem Schilddrüsenkarzinom operiert. „Wenn der Tumor rechtzeitig entdeckt und richtig behandelt wird, sind die Heilungschancen sehr gut“, so Prof. Frank Grünwald, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt. Bei der aktuell behandelten Patientin lag ein sehr weit fortgeschrittenes Schilddrüsenkarzinom vor. Zur Tumorverkleinerung wurde in der Tumorkonferenz eine palliative Tumorverkleinerung auch mittels Mikrowellenablation empfohlen.

Im August 2012 wurde am Universitätsklinikum Frankfurt in der Klinik für Nuklearmedizin (Direktor: Prof. Frank Grünwald) zum ersten Mal in Europa die Mikrowellenablation bei gutartigen Veränderungen an der Schilddrüse durchgeführt. Seitdem hat sich die Mikrowellentherapie in Frankfurt etabliert. Im November 2013 hat die Klinik jetzt weltweit erstmalig eine Patientin mit einem Schilddrüsenkarzinom behandelt.

 

Bei der Mikrowellenablation wird unter lokaler Betäubung eine Sonde durch die Haut geleitet. Sie dient dazu, die Mikrowellen direkt auf das erkrankte Schilddrüsengewebe zu lenken. Die kranken Zellen werden durch die Wellen erhitzt. Das behandelte Schilddrüsengewebe wird dann vom Körper abgebaut. Mithilfe von Echtzeitbildern aus einem Ultraschallgerät wird der Eingriff durchgehend beobachtet und der Erfolg unmittelbar kontrolliert. Da der Eingriff mit einer dünnen Nadel erfolgt, ist das kosmetische Resultat hervorragend. Die Behandlung ist sehr sicher und nebenwirkungsarm.

 

Die Mikrowellenablation ist ein nicht-operatives Verfahren. Ein großer Vorteil ist daher, dass die Risiken einer Operation und der dazugehörigen Narkose entfallen. Dies ist insbesondere für Menschen wichtig, die Vorerkrankungen beispielsweise des Herz-Kreislaufsystems aufweisen und damit auch ein erhöhtes Risiko bei einer Operation haben. Auch für Menschen, die Angst vor einer Vollnarkose haben, kommt die Behandlung in Frage.

 

„Die Methodik der Mikrowellenablation ist in der Nuklearmedizin Frankfurt soweit etabliert, dass wir auch Patienten mit fortgeschrittenem Schilddrüsenkarzinom diese besondere Therapie anbieten können“, so Dr. Hüdayi Korkusuz, Facharzt für Radiologie an der Klinik für Nuklearmedizin, der die erste Behandlung weltweit durchgeführt hat.

 

Quelle: Universitätsklinikum Frankfurt c/o GLORIA MVNDI

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