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Hilfe für medizinische Wiedereinsteiger

Hilfe für medizinische Wiedereinsteiger Uniklinikum Frankfurt am Main

Das Universitätsklinikum Frankfurt bietet Medizinern zum Wiedereinstieg in den Arztberuf Seminare zur Aktualisierung des medizinischen Wissens an.

Angesichts des drohenden und teilweise schon vorhandenen Ärztemangels muss das bestehende Potenzial möglichst gut genutzt werden. Dazu gehören unter anderem Mediziner, die nach einem erfolgreichen Abschluss nicht gleich als Arzt gearbeitet haben. Doch gerade für sie ist der Einstieg oft nicht leicht. „Nie habe ich so viel gewusst wie beim Staatsexamen!“ Diese Aussage ist bezeichnend und kennzeichnet die größte Hürde für Mediziner, die nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg in die ärztliche Tätigkeit suchen. Das Staatsexamen ist schon einige Jahre alt, die Approbation erteilt, aber das Vertrauen in das eigene Wissen und die eigenen Fähigkeiten ist nicht mehr vorhanden. Ab jetzt bietet das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin zusammen mit der Hessischen Ärztekammer Seminare an, in denen Mediziner diese Kenntnisse für den Wiedereinstieg in den Arztberuf auffrischen können. Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Um möglichst vielen eine Teilnahme zu ermöglichen, finden die Seminare jeweils am letzten Samstag eines Monats statt. Der erste Termin ist am 26. Oktober 2013 im Seminarraum 22-1 des Universitätsklinikums.

Unterstützung sichert ausreichende Versorgung

Einige Kliniken in schlechter versorgten Gebieten (zum Beispiel Salzgitter) nutzen bereits spezifische Angebote zum Wiedereinstieg für ihre gezielte Nachwuchswerbung. Bundesweit arbeiten viele Medizinabsolventen mit oder ohne Approbation außerhalb der Medizin. So bestehen alljährlich etwa 10.000 Studenten das 2. Staatsexamen, aber nur 7.500 melden sich bei den Ärztekammern an.

Das Staatsexamen bietet sich als Referenz für den Wissensstand an, der einen guten, schnellen und erfolgreichen Berufsstart ermöglichen sollte. Hierzu zählt insbesondere die Fähigkeit, in Diagnose und Therapie wichtige Entscheidungen treffen zu können – so wie es auch wesentlicher Gegenstand des mündlichen Examens ist. Hierzu bedarf es eines Überblicks über alle Bereiche der Medizin sowie der Fähigkeit, Informationen zu gewichten und hierauf basierend Entscheidungen zu fällen.

Die neuen Seminare unter der Leitung von Prof. Johannes Schulze vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin sollen genau diese Fähigkeiten schulen. Sie bauen auf die Weiterbildungen für das Praktische Jahr auf, die von Prof. Schulze bereits für Studenten des Fachbereiches angeboten werden und die großen Zuspruch finden. Dabei wird am konkreten Beispiel erarbeitet, wie Informationen gesucht und interpretiert werden und welche diagnostischen Maßnahmen und gegebenenfalls therapeutische Konsequenzen erforderlich sind. Die Fallauswahl orientiert sich an häufigen und einigen selteneren Leitsymptomen. Die Krankheiten stammen aus der Inneren Medizin/Allgemeinmedizin, Chirurgie, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde, Neurologie, Psychiatrie und auch weiteren Gebieten. Die wesentlichen Fragen und Antworten werden im Seminar gemeinsam erarbeitet. Sehr wichtig ist dabei, dass alle Teilnehmer ihr Wissen einbringen und testen können. Jeder Teilnehmer kann selbst Diagnostik und Therapie vorschlagen, um damit das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten (wieder-)herzustellen.

Die Seminare richten sich an alle Interessierten, die als potentielle Wiedereinsteiger ihr Wissen auffrischen möchten, die ihre Kenntnisse außerhalb des gängigen Weiterbildungsbereichs testen und erneuern möchten oder die schlicht Interesse an einer fallbezogenen Besprechung und Diskussion haben. Um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

Quelle: Universitätsklinikum Frankfurt c/o GLORIA MVNDI

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