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Goethe-Universität — Mit Ginkgo-Extrakt gegen das Vergessen

Veröffentlicht am: Dienstag, 13. Januar 2015, 17:36 Uhr (006)

FRANKFURT. Tebonin, ein Extrakt aus dem Ginkgo-Baum, ist das älteste und meist verkaufte Medikament gegen Alzheimer-Demenz in Deutschland. Aus Anlass seines 50jährigen Geburtstags lädt die Goethe-Universität gemeinsam mit der Hirnliga, einer Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher, und dem Hersteller Dr. Willmar Schwabe, Karlsruhe, zu einer Bürgervorlesung ein

am 29. Januar 2015um 18:30 Uhrim Foyer des PA-Gebäudes, Campus Westend.Thema: „Moderne Konzepte zur Entstehung von Hirnleistungsstörungen im Alter. Ist ein Versuch mit Ginkgoextrakt zeitgemäß?“

In seinem Vortrag wird Prof. Walter E. Müller, Vorstandsmitglied der Hirnliga und ehemaliger Direktor des Pharmakologischen Instituts für Naturwissenschaftler der Goethe-Universität, über den aktuellen Stand der Forschung zur Wirkung des Ginkgo-Extrakts berichten. Er hat dazu selbst viele Jahre geforscht. In seinem Vortrag wird er auch auf die Ergebnisse eines wissenschaftlichen Symposiums eingehen, das am gleichen Tag stattfindet.

„Viele Forschungsergebnisse deuten inzwischen darauf hin, dass eine mangelnde Energieversorgung der Nervenzellen einen großen, wenn nicht sogar den entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung und den Verlauf der Krankheit hat“, so Müller. Dabei rücken die Kraftwerke der Zelle, die Mitochondrien, zunehmend ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Neuronen von Alzheimer-Patienten können dem oxidativen Stress, der die Funktion ihrer Mitochondrien beeinträchtig, nicht mehr entgegenwirken. In der Folge nimmt die Bildung der typischen Beta-Amyloid-Plaques im Gehirn zu. Der Ginkgo-Extrakt ist offenbar in der Lage, Mitochondrien vor oxidativem Stress zu schützen.

Im Rahmen der Bürgervorlesung verleiht die Hirnliga ihren Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis. Der von Dr. Trude-Lotte Steinberg-Krupp gestiftete Preis zeichnet junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die durch eine Veröffentlichung in den letzten zwei Jahren einen besonders wichtigen wissenschaftlichen Beitrag auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung geleistet haben.

Informationen: Prof. Walter E. Müller, Pharmakologisches Institut für Naturwissenschaftler, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-29376, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Authors: Goethe-Universität Frankfurt am Main

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